Top 10 Geschichten zum Auge - Tatsache oder Märchen

„Schau nicht so viel fern, sonst werden Deine Augen viereckig“, „Durchs Brillentragen werden die Augen schlecht“ und „Vom in die Sonne schauen, wirst du blind“ – Was ist richtig, was nicht? Die Meisten sind sich nicht sicher, was entspricht den Tatsachen und was ist einfach nur ein Ammenmärchen. Im folgendem Artikel recherchieren wir für Sie und erklären anhand von zehn Beispielen alle Mythen rund um das Auge.

1. Durchs viele Fernsehen werden die Augen viereckig

© mojzagrebinfo / Pixabay
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Alle haben den Spruch schon mal gehört, „Schau nicht so viel fern, sonst werden Deine Augen viereckig“, doch diese Aussage stimmt nicht. Es ist zwar richtig, dass langes Fernsehen die Sehstärke der Augen nicht unbedingt fördert, verändert wird die Augenform aber dadurch nicht. Manche Forscher meinen, das eine zu große Nähe zum Bildschirm eine Kurzsichtigkeit fördert, es gibt aber keine abschließende Studie dazu. Wenn Sie beim Fernsehen regelmäßige Pausen einlegen und genügend Abstand zum Gerät halten, dann kann Ihnen nichts passieren.

2. Bewusstes Schielen lässt die Augen stehen bleiben

© Pezibear / Pixabay
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Falsch! Es ist noch nie ein Fall bekannt geworden bei dem durch bewusstes Schielen die Augen stehen geblieben sind. Wenn ein Kind jedoch unbewusst schielt, handelt es sich um eine schwere Störung des Sehapparates und muss von einem Facharzt behandelt werden. Wird das Schielen nicht behandelt, führt das zu einer Einschränkung oder sogar zu dem Verlust des räumlichen Sehens. Deshalb ist mit Kindern ein regelmäßiger Besuch beim Augenarzt zu empfehlen.

3. Brillentragen verschlechtert die Augen

© klimkin / Pixabay
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Falsch! Die richtige Brille verschlechtert Ihre Augen nicht, im Gegenteil, sie macht sie sogar besser. Ist die Brille richtig ausgemessen und perfekt angepasst, präzise geschliffen auch unter Berücksichtigung z.B. der Achslage, macht sie kein Auge schlechter. Eine schlecht oder fehlerhaft angepasste Brille hingegen, kann ihre Sehfähigkeit tatsächlich verschlechtern. Aus diesem Grund ist es ratsam, sollten sie beim Brille tragen über Sehschwankungen, Schwindel oder Kopfschmerzen klagen, sofort einen Augenarzt auf zu suchen. Explizit bei Kindern kann eine falsch angepasste Brille zu der Unterentwicklung der Augen, einer Schwachsichtigkeit oder zu der Gefahr eines Schielens führen.

4. Karotten essen ist gut für die Augen

© Thomas_G / Pixabay
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Ja und nein! Fast alle erinnern sich noch an an den Spruch der Eltern: „Möhren essen ist gut für die Augen, oder hast Du schon einmal einen Hasen mit Brille gesehen?“ Das ist so nicht ganz richtig, zwar ist das in Karotten enthaltene Beta-Carotin wichtig für unsere Augen, da es bei Bedarf vom Körper in Vitamin A umgewandelt wird und bei Prozessen in der Netzhaut des Auges Anwendung findet. Jedoch ist mehr Vitamin A nicht gleich zu setzen mit besserer Sehkraft, sondern stellt nur sicher, dass diese nicht schlechter wird. Vitamin A Mangel führt dagegen zu einer Nachtblindheit.

5. Im Dunkeln lesen ist schädlich für die Augen

© Bru-nO / Pixabay
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Richtig! Verschiedene Studien haben nachgewiesen, dass Lesen bei schwacher Umgebungsbeleuchtung eine Kurzsichtigkeit fördern kann. Selbst beim Lesen auf dem Handy, Tablet, Laptop oder beim Fernsehen sollte man für eine passende Umgebungsbeleuchtung sorgen, um Kopfschmerzen oder brennende Augen zu vermeiden.

6. Brille und Kontaktlinsen haben dieselbe Dioptrienzahl

© geralt / Pixabay
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Falsch!  Es gibt viele Menschen die glauben sie können die Dioptrienzahl Ihrer Brille einfach auf die der Kontaktlinsen übertragen. Leider wird dabei oft vergessen, dass der Abstand Auge – Kontaktlinse ein anderer ist wie der vom Auge zur Brille. Aus diesem Grund empfiehlt es sich immer vor dem Kauf von Kontaktlinsen beim Optiker oder Augenarzt eine erneute Messung durchzuführen.

7. Eine Kontaktlinse ist hinter das Auge gerutscht

© shabbysgd / Pixabay
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Falsch! Es ist nicht möglich das eine Kontaktlinse hinter das Auge rutscht, auch wenn man von diesem Mythos oft hört. Ein intakter Bindehautsack mit seinen Muskeln und Sehnen verhindert ein „Rutschen“ hinter das Auge. Manchmal rutscht eine Kontaktlinse unter das obere Augenlid und vermittelt dann ein ähnliches Gefühl. Meistens bekommt man die Kontaktlinse einfach wieder heraus, indem man das Lid nach oben zieht, dabei nach unten schaut und dann vorsichtig versucht die Linse vom Augapfel abzuheben. Wenn das nicht klappt, sollte man einen Besuch beim Augenarzt einplanen da sonst eine chronische Bindehautentzündung nicht auszuschließen ist.

8. Vom in die Sonne schauen, wird man blind – oder, auch die Augen können einen Sonnenbrand bekommen

© Simon / Pixabay
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Richtig! Sowohl Sommers wie auch im Winter können durch starke UV-Strahlung Verbrennungen an der Netzhaut entstehen. Unabhängig davon ob man den Augen die direkte Einstrahlung (im Sommer) oder die reflektierte Strahlungen durch Schnee und Eis (im Winter) zumutet. Deshalb sollten immer entsprechende Sonnen- oder Skibrillen mit UV-Schutzfunktionen getragen werden um Symtome wie Augenschmerzen, Verbrennungen an den Augenlidern und Augenlidkrämpfe  oder die sogenannte Schneeblindheit zu vermeiden.

9. Rauchen beeinträchtigt die Sehkraft

© realworkhard / Pixabay
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Richtig! Es ist nachgewiesen das Rauchen die Makuladegeneration am Auge fördert. Unter dem Begriff Makuladegeneration wird eine Gruppe von Erkrankungen der Netzhaut des Auges zusammengefasst, die die Macula lutea („Gelber Fleck“) betreffen. Bestandteil dieses Areals ist der „Punkt des schärfsten Sehens“ (Fovea centralis), dessen unterschiedliche Zellen einem allmählichen Funktionsverlust erliegen, der durch das Rauchen verstärkt wird. Das geht einher mit dem Nachlassen der zentralen Sehschärfe (Visus) was in vielen Fällen zu hochgradiger Sehbehinderung und Blindheit führen kann.

Außerdem beeinträchtigt immer wiederkehrender Rauch den natürlichen Tränenfilm des Auges und kann damit mitschuldig an der Entwicklung von trockenen Augen sein.

10. Stress beeinflusst die Sehkraft. Ist es deshalb besser unter Stress oder entspannt die Brillenstärke vermessen zu lassen?

© geralt / Pixabay
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Beim Schuhkauf sollte man prinzipiell den Nachmittag oder Abend wählen damit diese richtig passen. Für das Vermessen der Augen wären mehrere Termine auch der Idealfall. Da aber weder die Optiker noch die Augenärzte und Patienten über die dafür notwendige Zeit verfügen, sollte man sowohl kurz nach dem Entspannungsurlaub als auch direkt nach einem stressigen Arbeitstag, keinen Termin beim Optiker oder Augenarzt einplanen. Ein Mittelweg passt meistens am besten. Ein guter Optiker ist zudem immer in der Lage, bei den Messungen die passende Atmosphäre herbeizuführen. Kleine Abweichungen die beim Messen entstehen kann der Körper meistens ohne Probleme kompensieren. Bei größeren Problemen über einen längeren Zeitraum ist eine Nachmessung  und ein Vergleich mit der ersten Messung dringend anzuraten.

Quelle: Presse AllesBrille GmbH & Co.KG

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